Analogbotschaft

Wie die meisten meiner Leser wissen, bin ich ein Freund des Handschriftlichen. Es gab hier in der Vergangenheit auch schon den einen oder anderen Eintrag, der sich darauf bezog und den jeweiligen Reaktionen nach zu urteilen, geht es durchaus auch anderen so, mindestens wenn es um den Erhalt solcher Schriftstücke geht.

Es mag heutzutage vielleicht etwas altmodisch anmuten, aber ich schreibe gerne Briefe oder Karten, die mit der ganz normalen Post verschickt werden. Ganz analog, ganz offline. Es ist ein langsamerer Prozess.

Eine Email ist schnell getippt und auch korrigiert, ebenso wie SMS, private Nachrichten auf verschiedenen Social Media Plattformen oder sonstige ‘moderne’ schriftliche Kommunikation. Ein Brief dauert länger. Eine Karte, auch wenn sie mich im Platz limitiert, meist noch länger. Denn ich möchte nicht am Ende der Karte ankommen und noch drei Sätze und die Grüße ungeschrieben im Füller stecken haben. Also überlege ich mir vorher, was genau ich dem Empfänger schreiben will und wieviel Platz ich dafür benötige. Dadurch setze ich mich mit dem Adressaten auseinander, schenke ihm meine Zeit und Gedanken, sinne darüber nach, was zu lesen ihm eine Freude machen würde.

Und dann schreibe ich auch noch mit Füller. Ich mag es, wie die Feder über das Papier gleitet , die Tinte einzieht und manchmal etwas entlang kleinerer Fasern verläuft. Etwas unpräzise, nicht zu glatt, nicht zu steril. Echt. Authentisch. Ich fange an langsamer zu schreiben, wenn ich einen Füller in der Hand halte, mein Schriftbild wird hübscher, weicher, leserlicher. Nicht immer, aber meistens.

Mit diesem Hang zum schriftlich-analogen liegt es nahe, dass ich die Idee von Analogbotschaft sehr mag und gerne daran teilnehme. Mir machte es einfach großen Spaß, Karten zu schreiben und zu erhalten und somit werde ich demnächst noch mehr den Füller schwingen, vermehrt auf Postkarten der Analogbotschaft.

Dass auch einige meiner Tweets ihren Weg auf die Karten finden durften, freut mich natürlich besonders. Zumal es noch eine Erweiterung gibt, die mir außerordentlich gut gefällt:

Von jeder verkauften Karte werden 5 ct vom Verlag an die DKMS gespendet. Und jeder Autor kann von dem Erlös, den er an jeder verkauften Karte verdient, ebenso einen Anteil oder den ganzen Betrag spenden.

Mein Profit wird gänzlich an die Hamburger Klinik-Clowns gehen. Man muss nicht Mutter oder Vater sein oder ein krankes Kind haben, um zu verstehen, wie großartig und hilfreich für die Kinder und ihren gesundheitlichen Zustand die Arbeit dieses Vereins ist.

Und damit schließt sich für mich ein wunderbarer Kreis: Etwas, was mir Freude macht, wird ein wenig (und mit jeder meiner Karten ein wenig mehr) dazu beitragen, ein paar weitere Lächeln auf Kinderlippen zu zaubern.

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2 Responses to Analogbotschaft

  1. Meine erste Bestellung ist bereits raus und jede Karte einem Empfänger zugedacht, das Freudeteilen geht also weiter :-)

    Tolle Idee, tolle Texte und Zeichnungen und hoffentlich ein toller Erfolg!
    Liebe Grüße aus der Mühle
    Gabriela

  2. Der Moltroff says:

    Hat dies auf Moltroff's Stirnlappen rebloggt und kommentierte:
    Mein eigener Blogpost zum Thema “Analogbotschaft” (ja ich mache auch dort mit) muss urlaubsbedingt noch etwas ausharren. Derweil schon einmal die Gedanken von eimerchen.

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