Kuchen für’n Eimer

Da wird einem seit Monaten immer wieder dieses Zopf’sche Käsekuchenrezept nahe gelegt. Und angeblich soll das auch ganz einfach sein, so richtig dolle einfach. Also an sich ideal für so einen Küchenhonk wie mich.

Da ich nun endlich wieder etwas Zeit habe, aufgrund der geplatzten Fahrradtour sogar mehr als mir eigentlich lieb ist, und ja auch verkündete, gute Dinge finden zu wollen, mit denen man so ein eimerchen füllen könnte, bot sich ein Kuchenbackversuch geradezu lautstark an. Obwohl ich wirklich Bedenken hatte, dass ich eher etwas für den Eimer anstatt fürs eimerchen produzieren würde.

Ich muss gestehen, ich habe noch nie in meinem Leben einen Kuchen gebacken, zumindest kann ich mich absolut nicht daran erinnern. (Backmischungen werden ja wohl nicht zählen, finde ich.) Mir fehlt jegliches Gespür dafür, wann, was, wie in der Küche funktioniert. Die Quanten der Zutaten sind für mich einfache mathematische Größen, aber ob etwas verhältnismäßig viel oder wenig von dem Einen oder Anderen ist, vermag ich nicht einzuschätzen.

Also habe ich zunächst das Rezept griffbereit positioniert und die Zutaten in den angegebenen Mengen zusammengetragen.

Das Einfetten und Bebröseln der Springform verlief erstaunlicherweise unfallfrei.

20120729-155716.jpg Dann stand da etwas von schaumig schlagen – ich hatte so meine Zweifel, schaumig sah das irgendwie nicht gerade aus. 20120729-155904.jpg

Aber nachdem ich auch die weiteren Zutaten verarbeitet hatte, sah es gar nicht so schlecht aus.

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Auch das Untermengen der Kirschen vollbrachte ich, überraschenderweise ohne die Kirschen dekorativ über die Küchenzeile zu verteilen. Gewundert hätte mich das nicht.

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Beim Umschütten der Masse wünschte ich mir eine dritte Hand, die hatte ich aber leider gerade nicht zur Verfügung. Es ging auch so. Verrückt. Man beachte die kleckerfreie Umgebung. Ein mittleres Wunder.

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Ab in den Ofen mit dem Kunstwerk und hoffen.

20120729-160324.jpg Ja, es soll wachsen, wurde mir mitgeteilt. 20120729-160423.jpg Aber soviel? Ich bangte. 20120729-160520.jpg

Die Wohnung füllte sich mit einem angenehmen Duft und nach 75 Minuten kam dieses Etwas aus dem Ofen.

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Wobei es nach weiteren 5 Minuten schon wieder so aussah. Angeblich soll das auch so.

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Einige Zeit später probierte ich das erste Stück, Aussehen und Konsistenz erschienen mir überzeugend.

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Geschmack war dann in der Tat auch sehr überzeugend, zum Glück nicht nur für mich, sondern auch laut der restlichen EimerFamilie. Nur die Ausbeute der Kirschsteine, die irritiert den Stochastiker in mir gewaltig. In jedem der drei Stücke, die ich aß, befand sich jeweils ein Stein. Keiner der weiteren Mitesser fand auch nur einen. Nun gut.

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Fazit, der Kuchen war nicht für den Eimer, zumindest nicht wie befürchtet für den Mülleimer. Die Zubereitung ging bemerkenswert schnell und unkompliziert, sogar für meine ungeübten Backhände. Und ich habe bei sowohl der eigenen als auch der zukünftigen Schwiegerfamilie des BruderEimers punkten können. Nur muss ich das Ding jetzt wohl häufiger zubereiten. Tja nun.😉

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2 Responses to Kuchen für’n Eimer

  1. philoswelt says:

    Tja, liebes eimerchen, wie auch an anderer Stelle beschrieben, ist das Rezept offensichtlich – mit Verlaub – idiotensicher! Ich habe es ja auch geschafft, was mein Selbstbewusstsein im Bezug auf “backen” stark gemacht hat. Und natürlich habe ich jetzt immer was zu erzählen…🙂

  2. Pingback: Nr. 1 – Bodenloser Käsekuchen | Eeeek! It's a turbozopf!

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