Japanische Multiplikation

Ob das Folgende nun tatsächlich unter Japanischer Multiplikation allgemein bekannt ist oder nicht, und ob Schüler an japanischen Schulen tatsächlich so rechnen, weiß ich leider nicht. Mir wurde es als solche beigebracht und in Ermangelung an besseren Bezeichnungen lasse ich das so. Ich habe es in der Schule anders gelernt, kam damit auch klar, denke aber, dass die Visualisierung bei dieser Methode einige anspricht, die sich sonst vielleicht eher schwer damit tun. Und recht schnell geht es auch, zumindest bei Zahlen im dreistelligen Bereich, wenn die Ziffern nicht all zu hoch sind. Durchführbar ist es natürlich auch bei größeren Zahlen noch.

So, man nehme also die miteinander zu multiplizierenden Zahlen und malt den Ziffern entsprechend parallele Linien aufs Papier. Die zur ersten Zahl passenden Linien verlaufen von links unten nach rechts oben, die zur zweiten Zahl passenden im rechten Winkel dazu von links oben nach rechts unten. Und weil ich das mit Worten nicht so schön klar beschreiben kann, hier ein Bildchen dazu. Man folge den Pfeilen:

20130326-183212.jpg

Und dort wo sich die Linien schneiden, bekommen wir Schnittstellen. Die Schnittstellengruppen, die jeweils untereinander stehen gehören zusammen. Wenn man ordentlich malt, erkennt man das leicht, ich habe mir für Euch die allergrößte Mühe gegeben, zur Verdeutlichung aber noch ein paar rote Kringel dazu gemalt. Tadaa:

20130326-183244.jpg

Jetzt noch flugs die Schnittstellen zählen:

20130326-183301.jpg

Und zum Schluss noch etwas aufräumen. Die einstelligen Zahlen werden quasi nur “heruntergezogen”, bei den zweistelligen wird die Zehnerstelle, wie man das bei Zehnersprüngen in der Addition kennt, als Zusatz bei einer Stelle weiter links addiert. Bah! Mit Worten geht das natürlich wieder nicht so toll zu beschreiben, also unten aufs Bildchen gucken und einfach den Schritten von A nach G folgen:

20130326-183321.jpg

Und zack! Da hat man das Ergebnis:

20130326-183337.jpg

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