London IV – Die Galatee

Samstagmorgen: Ich wache mit einem Lächeln auf den Lippen auf. Draußen höre ich ein anderes Hausboot auf dem Kanal an mir vorbeituckern. Mit einer Tröte wird die Durchfahrt unter der Brücke angekündigt. Ein bisschen erinnert mich das an das Schiffetuten in Hamburg. Jetzt im Hellen und nach der Abreise von meinen Gastgebern kann ich endlich in aller Ruhe das Hausboot erkunden. Von dem Packchaos, das sie vor ihrem Abmarsch hatten, ist nichts mehr zu sehen.

Es gibt im Grunde zwei Eingänge aufs Boot, an der Spitze kommt man direkt in das Schlafzimmer, welches doch recht geräumig ist. Die Abtrennung ergibt sich durch große Schränke mit viel Stauraum.

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Durch einen schmalen Gang, am Bad vorbei, gelangt man in den Wohn- und Essbereich, der auch eine vollausgestattete Küchenzeile beinhaltet.

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Das Bad hat ein Minibadewanne, in der man zumindest mit angezogenen Knien sitzen könnte und, als Dusche genutzt, viel Platz bietet. Zumindest schlingt sich der Duschvorhang nicht um einen, wie es manchmal in kleinen Bädern der Fall ist. Man darf allerdings nicht vergessen, die Pumpe anzustellen, bevor man duscht, sonst gibt es ein Malheur.

Die Toilette ist eine bewegliche, chemische, die man regelmäßig selber in die normale Kanalisation ausleeren muss. Am Liegeplatz der Galatee sind noch drei weitere Hausboote, die sich einen abschließbaren Eingangsbereich teilen. Die Treppe hinauf zur Straße hin gibt es eine Art Gartenhaus, gemauert mit Gittertor zum Kanal hin und festerer Tür zur Straße hin.

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Dazwischen stehen Waschmaschine und Trockner, sind einige Koffer und Fahrräder gelagert und eben auch ‘the big toilet’, wo hinein man den Inhalt der Boottoilette dann entleert. Manchmal trifft man auf der Treppe auch einen tierischem Besucher.

Das Gästezimmer am Ende des Bootes, neben dem zweiten Eingang, ist gemütlich. Ein Bett, welches für mich herrlich bequem war, bei dem man allerdings als langer Mensch eventuell etwas aufpassen muss, sich nicht blaue Flecke an den Schienbeinen zu holen. Das Fußende geht halb in die Schrankkonstruktion hinein, die die Abgrenzung zum Wohnzimmer hin ist. Ich bin trotz meiner ausgeprägten Neigung zur Grobmotorik hämatomfrei durch die Nächte gekommen. Ein kleiner Nachttisch, ein Waschbecken, etwas Stauraum im Schrank und unterm Bett – für so einen Trip wie den meinen war das alles perfekt.

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Wenn man am Heck auf Deck geht, hat man einen schönen Blick den Kanal hinunter und kann sich auch an den diversen Blumentöpfen auf dem Dach des Nachbarboots erfreuen. Rundum ein herrlicher Ort, um einen Kurztrip zu verleben.

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One Response to London IV – Die Galatee

  1. sushey says:

    Toll! Da würde ich sofort einziehen❤

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