Mein Hydra-Duschkopf

Ich stehe im Badezimmer und will gerade unter die Dusche gehen, als ich merke, dass meine Füße bereits nass sind. Ich blicke an mir herunter und sehe eine etwa 1 cm hohe Pfütze. Aus einem Hahn unter dem Waschbecken fließt beständig Wasser. Ich versuche ihn zu schließen, aber sobald ich damit erfolgreich bin, wachsen aus der Wand zwei weitere Wasserquellen. Ich versuche diese zu schließen, aber mit jedem Hahn, den ich zudrehe, ploppen weitere zwischen den Fliesen hervor. Einige sind einfach nur offene Rohre, sie lassen sich nicht zudrehen.

Wie bei einer pervertierten Version von Twister versuche ich mit Händen und Füßen die Fluten zu stoppen, aber es wird immer mehr. Das Wasser steigt kontinuierlich, fließt jedoch nicht aus dem Badezimmer heraus. Eine unsichtbare Wand hält es im Türrahmen auf. Nun ist auch der Duschkopf zur Hydra mutiert und versprüht von oben wie wütend gewordene Feuerwehrschläuche das kühle Nass aus allen Mäulern.

Gleich ist das ganze Bad voll mit Wasser, ich hole einmal tief Luft und tauche unter.

Als ich unter meiner Bettdecke hervortauche und aus dem Fenster blicke, kübelt es draußen sintflutartig und plätschert lautstark, wie schon in den letzten 48 Stunden. Und ich muss erstmal dringend aufs Klo.

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